Viele traditionelle Bogenschützen halten den Bogen schräg. Meistens in einem Winkel von etwa 30°. Diese Haltung wird von olympischen Schützen als schlichtweg falsch hingestellt, hat aber eine essentielle Funktion im traditionellen Bogenschießen.
Zunächst einmal die landläufigsten Gründe, welche als Erklärung für diese Haltung herhalten sollen, aber leider nicht logisch sind:
Warum nun?
Ausgangspunkt für diese Haltung ist die Zieltechnik. Beim intuitiven Schießen wird der Pfeil in der Horizontalen über beide Augen ausgerichtet. Und das geht nur, indem man den Kopf schräg hält. Siehe dazu die Verbildlichung mit Hilfe meines guten Freundes Smiley:
Und warum halten wir jetzt den Bogen schräg, wenn eine schräge Haltung des Kopfes eigentlich ausreichen würde?
Das Problem liegt beim mediterranen Anker am Mundwinkel an dem, was im Auszug zwischen Mundwinkel (mit der Sehne) und dem Bogengriff liegt:
Der Nase
Und diese ist einfach im Weg, wenn der Bogen senkrecht gehalten wird. Dass eine mit 50lb aufgezogene Sehne an der Nase streifend sehr weh tun kann, brauche ich nicht zu betonen.
So einfach ist das!